Die Welt als Puppenbühne

 

“Wenn du hinter die Puppenbühne schaust, siehst du die Drähte.”

Wilhelm Busch

 

Die Frage

nach der Freiheit des Menschen dürfte so alt sein wie die Menschheit selbst.  Sind wir wirklich frei? Gute Frage und eine schwierige zugleich. Und diese Frage beinhaltet noch eine weitere: Wissen wir immer was wir tun und warum wir es tun? Wilhelm Busch, weithin bekannt durch lustige und freche Reime, war auch ein tiefsinniger Philosoph. Und seine kurze und markante Aussage deckt sich exakt mit der Aufforderung der alten Griechen: “Mensch, erkenne dich selbst!”.

Ein selbstkritischer

und ehrlicher Blick hinter die Kulissen kann uns die Drähte zeigen, an denen die Marionette, unsere Ich-Persönlichkeit hängt. Hin und her gejagt durch im Herzen wühlende Wünsche, Begierden und Sehnsüchte kommt das Haupt mit seinem analysierenden Abwägen kaum noch nach und die Handlung erfolgt allzu oft unbewusst, ja puppenhaft, da völlig unreflektiert. Uns undurchschaubare, wie fremd erscheinende Kräfte ziehen an einem Draht und wir folgen dem Impuls, oft sogar in der tiefen Überzeugung, das bin Ich! Aber ist dem wirklich so?

Text & Photographie / Stefan Kälberer

 

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